Submitted by oliver on Wed, 2008-04-23 20:58.
Ich lese grad "A mathematician reads the newspaper" von John Allan Paulos. Dort beschreibt er ein interessantes Phänomen, bezüglich Münzen werfen:
Nehmen wir 1000 Würfe, die Anzahl von Kopf oder Zahl wird sich bei 500 zu 500 einpendeln. Soweit so klar. Aber hintereinander betrachtet, wie oft liegt Kopf bzw. Zahl in der Anzahl vorne?
Nun, das pendelt sich nicht ein, eine Seite liegt meist stark vorne: 85,98,50,60,98,69,60,99,60,100.
Das sind die Prozentwerte, die eine Seite vorne lag (die öftere jeweils). Bei den letzten 1000 Würfen lag Zahl sogar zu 100 Prozent vorne. Und das mit nur 3 Würfen Startvorsprung! Der Anfang der Reihe: 0,0,0,1,0,0,1,0,1,1,0,1,0,0,0,0,1,....
0 steht dabei für Tail bzw. Zahl.
Quote:
Head: 487, Tail: 513
Head ahead: 0, Tail ahead: 1000
Man sieht Kopf oder Zahl ist trotzdem ausgeglichen.
Noch ein Beispiel:
Quote:
Head: 493, Tail: 507
Head ahead: 602, Tail ahead: 369
Hier hat Zahl die meisten Treffer (ganz knapp), aber Kopf lag öfter vorne. Zusammen gibt das übrigens 971, der Rest war Gleichstand.
Was sagt uns das? In dem Buch ging es an der Stelle um Marktanalysen (in den Medien). Eine Aktie, die durch einen öfteren Vorsprung gegen einer anderen besser erscheint, muss das nicht sein. Gilt wohl nicht nur für Aktien.
Die Testwerte stammen von einem kleinen c Programm, das ich mir dafür geschrieben hab. Toll, was man als Informatiker so testen kann :)
Das Buch kann ich sehr empfehlen. In Englisch ists aber schon herausfordernd.